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Eine Menschenmenge vor der Semperoper in Dresden.

Stasi und Kultur

„Auf Grund der Bedeutung der sozialistischen Kultur und Massenkommunikationsmittel […] ist die weitere allseitige Qualifizierung der politisch-operativen Aufklärungs- und Abwehrarbeit durch die Organe des Ministeriums für Staatssicherheit vorzunehmen.“

Befehl 20/69 zur Bildung der Hauptabteilung XX/7.
BArch, MfS, BdL-Dok, Nr. 1347, Bl. 1.

Bereits aus dem Befehl 20/69 des MfS zur Überwachung der Kunst- und Kulturszene wird deutlich, welche Bedeutung den Kulturschaffenden in der DDR zugemessen wurde. Diese sollten die Leistungsfähigkeit des sozialistischen Staates im In- und Ausland unterstreichen und zur ideologischen Bildung der Bürgerinnen und Bürger dienen. Der Maßstab dafür war der „sozialistische Realismus“ und Zensur von abweichenden Richtungen war an der Tagesordnung. Die Stasi befürchtete, dass aus dem scheinbar unpolitischen Bereich der Kunst eine „Konterrevolution“ hervorgehen könnte und „bearbeite“ und kontrollierte Künstler seit 1969 mit einer eigens dafür gegründeten Abteilung.
In der Themenführung „Stasi und Kultur“ wird aus der Perspektive der Stasi-Unterlagen heraus deutlich, wie Kunst- und Kulturschaffende durch die Kontrolle des MfS in ihrer künstlerischen Entfaltung überwacht und teilweise eingeschränkt wurden.

 

Die Führung ist an Wochentagen buchbar und grundsätzlich kostenlos. Die Mindestteilnehmerzahl beträgt fünf Personen. Nutzen Sie bitte die nachfolgenden Kontaktdaten für Ihre Anfrage.

Besucherdienst

Telefon: 030 18 665-6699
E-Mail: einblick-ins-geheime@bundesarchiv.de

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