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Der Aktenstapel in der Ausstellung 'Einblick ins Geheime'
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Brücke ins Archiv

Die Entstehung der Akteninstallation im Eingangsbereich

Die Skulptur besteht aus sieben Stapeln, zwischen 2,40 und 1,00 Meter hoch. Insgesamt wurden etwa 420 nachgebaute Einzelakten verbaut. Die Installation soll eine emotionale Brücke in das Stasi-Unterlagen-Archiv schlagen. Sie steht als Sinnbild für die Hinterlassenschaften des Ministeriums für Staatssicherheit und dem darin dokumentierten Unrecht. Aber wie stellt man so eine Skulptur überhaupt her?

Am Anfang steht eine Grundkonstruktion aus einem Stück Styropor zwischen zwei Pappen. In der Mitte wird dabei ein Loch ausgespart. Durch dieses Loch werden die einzelnen Akten später auf einer Metallstange aufgestapelt, um die Stabilität der gesamten Konstruktion zu gewährleisten. Weiter geht es in eine eigens angefertigte Silikonform, die mit Gips ausgegossen wird. Danach muss die fertige Gipsakte noch zwei Tage trocknen, abgeschliffen, grundiert und farbig angestrichen werden. Zum Schluss werden die fertigen Akten übereinander gestapelt und warten so auf den Einbau in die Ausstellung.

Das Verfahren ist das Ergebnis von mehreren Versuchen mit verschiedenen Materialien und Herstellungsprozessen. Die Kombination aus Pappe, Styropor und Gips hat sich als die stabilste und leichteste erwiesen. Insgesamt benötigt eine Bildhauerin über ein halbes Jahr für die Arbeiten, die alle in Handarbeit durchgeführt werden.