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Gilbert Furian liest in einer Beispielakte.
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Gilbert Furian in der Ausstellung

Bereits zur Eröffnung der Archivausstellung "Einblick ins Geheime" vor genau zwei Jahren präsentierte Gilbert Furian seinen in der Ausstellung dargestellten Fall aus den Stasi-Unterlagen. Überdimensionale, begehbare Akten und komplett nachgebildete Aktenbände veranschaulichen, wie die DDR-Geheimpolizei vorging, welche Überwachungsmethoden sie einsetzte und welche weitreichenden Konsequenzen dies für den Einzelnen haben konnte. Bis heute informierten sich über 44.000 Besucherinnen und Besucher individuell und in Führungen über die Hinterlassenschaften des Ministeriums für Staatssicherheit und die Arbeit des Stasi-Unterlagen-Archivs.

Am 16.06.2020 besuchte Gilbert Furian erneut die Ausstellung und stand Besucherinnen und Besuchern für Fragen zur Verfügung. In der Beispielakten-Sammlung mit ungekürzten Nachdrucken von Aktenvorgängen befinden sich auch Akten von Gilbert Furian und von Stasi-Mitarbeitern, die ihn verfolgt und verhört haben. Anhand der zu ihm angelegten Akten erzählte der Zeitzeuge Details aus den Vernehmungen und erinnerte sich daran, wie er seine eigene Einsicht in die Stasi-Akten empfand.

„Nur wenn wir einen nüchternen, komplexen Rückblick halten, können wir begreifen, warum die DDR so lange funktioniert hat und warum wir als DDR Bürger in diesem Staat so lange funktioniert haben.“

Gilbert Furian

Im Anschluss sprach Gilbert Furian in „Haus 22“ der „Stasi-Zentrale. Campus für Demokratie“ (ehemaliges Offizierskasino) mit Dagmar Hovestädt (BStU) über seine Erfahrungen in der DDR und die Motivation, seine Akten öffentlich zu machen. Das Gespräch wurde gleichzeitig im „Campus-Stream“ übertragen und ist weiterhin online abrufbar.