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Manuelle Rekonstruktion zerrissener Unterlagen
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Manuelle Rekonstruktion von Stasi-Unterlagen

Während der Friedlichen Revolution 1989/90 haben Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) zahlreiche Unterlagen vernichtet. Sie folgten Vernichtungsbefehlen, nach denen Spuren unrechtmäßigen Handelns und Personenidentitäten verwischt werden sollten. Sie ließen aber auch Alltagsdokumentation des Ministeriums verschwinden. Unterlagen wurden zerschreddert, mit Wasser versetzt oder verbrannt. Viele Dokumente wurden zur weiteren Vernichtung vorab per Hand zerrissen und in Säcke gestopft. Als Bürgerinnen und Bürger ab Anfang Dezember 1989 Stasi-Diensträume besetzten, wurde die Vernichtung von Material schrittweise gestoppt.

Die Ausstellung "Einblick ins Geheime" informiert an einer Station auch über die Rekonstruktion dieser Unterlagen, die eine sorgfältige Detailarbeit verlangt und in der Archivlandschaft in Umfang und in dieser Form einzigartig ist . Neben der manuellen Rekonstruktion erläutert die Ausstellung auch die Entwicklung eines Verfahrens zur virtuellen Rekonstruktion gemeinsam mit dem Fraunhofer IPK.In der Ausstellung können sich Besucherinnen und Besucher übrigens selbst beim Zusammensetzen zerrissener Seiten versuchen, mit Hilfe eines digitalen Puzzles aus Schnipseln.

Mehr Informationen rund um die Rekonstruktion zerrissener Stasi-Unterlagen und den aktuellen Stand finden sich auf der Seite des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen.