Direkt zum Seiteninhalt springen
Blick auf die ehemalige Stasi-Zentrale in Berlin-Lichtenberg
Vortrag und Führung

Finissage der Wanderausstellung „Jugendstrafvollzug in der DDR“

Zeit

17. Februar 2026, 17:00 - 18:30 Uhr

Ort

Stasi-Zentrale. Campus für Demokratie
Ruschestraße 103
"Haus 7", Raum 427
10365 Berlin
Telefon: 030 18665 - 6699

Veranstalter

Stasi-Zentrale. Campus für Demokratie
Ruschestraße 103
10365 Berlin
Telefon: 030 18665 - 6699
E-Mail: campus@bundesarchiv.de

Mitveranstalter

Union der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft e.V. (UOKG)
Ruschestr. 103, Haus 1, 6. Etage
10365 Berlin
E-Mail: s.czech@uokg.de

Der Eintritt ist frei.

Die sogenannten „Jugendhäuser“ waren Gefängnisse für Jugendliche, die in der DDR zu Haftstrafen verurteilt wurden. Die Wanderausstellung „Jugendstrafvollzug in der DDR“ beleuchtet auf 16 Tafeln sowie anhand originaler Objekte anschaulich und gut verständlich die Realität hinter den Gefängnismauern. Im Mittelpunkt stehen der Haftalltag und die Bedingungen in den Jugendhäusern von Halle, Hohenleuben, Dessau und Torgau.

Zur Finissage der Wanderausstellung hält der Historiker und Autor Prof. Dr. Udo Grashoff einen Vortrag zum Thema „Makarenko und die Anfänge des DDR-Jugendstrafvollzugs im Jugendhaus Dessau“.

Erziehung im Jugendstrafvollzug der DDR war durch einen minutiös durchorganisierten Alltag, militärischen Drill, Normerfüllungsdruck bei der Produktionsarbeit sowie die Kombination von Kollektivstrafen und „Selbsterziehung“ gekennzeichnet. Die Durchsetzung von Disziplin und Ordnung wurde an Funktionshäftlinge delegiert, die ihre Macht oft mit brutaler Gewalt durchsetzten. Der sowjetische Pädagoge Anton Semjonowitsch Makarenko gilt als ein Referenzpunkt für dieses Strafvollzugssystem. Wie stark orientierte sich der Jugendstrafvollzug der DDR tatsächlich an Makarenko und dessen Erziehungsmethoden? Bis zu welchem Grad kann die Praxis in den DDR-Jugendgefängnissen auf den sowjetischen Pädagogen zurückgeführt werden? Der Vortrag diskutiert diese Frage am Beispiel des Jugendhauses Dessau in den 1950er Jahren.

Nach dem Vortrag besteht zum letzten Mal die Möglichkeit einer Führung durch die Ausstellung in „Haus 22“ teilzunehmen.

Die Veranstaltung findet in „Haus 7“, Raum 427 statt. 

Eine Kooperation mit der Union der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft e.V. Der Veranstaltungsort „Haus 22" ist nicht barrierefrei.

Verwandte Inhalte

Termin
Führung

Einblick ins Geheime

Führung zum Stasi-Unterlagen-Archiv am historischen Ort

Berlin - Uhr

Termin
Podiumsdiskussion

Das System der Repression

Die Stasi-Unterlagen und ihre Bedeutung für die Aufarbeitung

Berlin - Uhr

Termin
Lehrkräftefortbildung

Archivpädagogik - Ein Workshop mit Beispielakten

Berlin - Uhr