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Kolloquium

Kriminalität und Kriminalisierung - "Rowdytum" und "Rowdys" im Bezirk Potsdam 1968–1989

Wissenschaftliches Kolloquium

Zeit

01. Dezember 2021, 18:15 Uhr

Ort

Bundesarchiv - Stasi-Unterlagen-Archiv
Karl-Liebknecht-Straße 31/33
Haus 31, Raum 804-806 (8. Etage)
10178 Berlin

Veranstalter

Bundesarchiv - Stasi-Unterlagen-Archiv / Abteilung Kommunikation und Wissen
Karl-Liebknecht-Straße 31/33
10178 Berlin
Telefon: 030 2324-6701
E-Mail: GZ.BF@bundesarchiv.de

Der Eintritt ist frei.

Für den Zutritt in die Häuser des Bundesarchivs gilt die "3G-Regel": Teilnehmende müssen geimpft, genesen oder negativ getestet sein, wobei der (Schnell-)Test nicht älter als 24 Stunden sein darf. Bitte halten Sie entsprechende Nachweise bereit. Bitte beachten Sie, dass der Veranstaltungsort nicht barrierefrei zugänglich ist.

Referent: Sebastian Stude (Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Stiftung Gedenkstätte Lindenstraße, Potsdam im Rahmen des BMBF-Forschungsverbundes "Landschaften der Verfolgung")

"Rowdytum" stand in der DDR als Chiffre für unangepasstes Verhalten junger Männer im öffentlichen Raum. Zum politischen Feindbild geronnen die "Rowdys", wenn sich ihr Verhalten gegen staatssozialistische Repräsentanten, Symbole oder Ideen richtete. Im neuen DDR-Strafgesetzbuch von 1968 war "Rowdytum" (§ 215) dann als eigenes Strafdelikt ausformuliert.

Am regionalen Beispiel geht der Forschungsbericht der Verfolgung von "Rowdys" und "Rowdytum" durch die Stasi im Bezirk Potsdam zwischen 1968 und 1989 nach. Der Forschungsbericht prüft folgende Hypothese: "Rowdys" und "Rowdytum" hat es in der DDR einmal mit und einmal ohne Anführungszeichen gegeben. Neben dem tatsächlich strafrechtlich relevanten Verhalten gab es eine politisch motivierte Kriminalisierung. So oder so erfüllte die spezifische Figur des "Rowdys" im DDR-Strafrecht zweierlei Funktionen: Sie schuf erstens die Möglichkeit höherer Strafen. Und sie provozierte zweitens gesellschaftliche Stigmatisierung und Entsolidarisierung zwischen den vermeintlichen Delinquenten und der übrigen ostdeutschen Gesellschaft. Dreh- und Angelpunkt dabei blieb die Sicherung der SED-Herrschaft.

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