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Zu sehen ist eine aufgeschlagene Beispielakte. Der Name Uwe Mälck ist offen, ein weiterer Name ist geschwärzt. Oben steht "Übersichtsbogen zur operativen Personenkontrolle" darunter "Cousin". Ein kurzer Text erläutert, dass gegen zwei Personen wegen Nicht-Rückkehr in die DDR ermittelt wird.

Die archivierte Operative Personenkontrolle „Cousin“

Der Jugendliche Uwe Mälck reiste im Sommer 1988 in die Volksrepublik Bulgarien. Er plante von dort die Flucht in den Westen. Bulgarische Sicherheitskräfte griffen ihn jedoch an der bulgarisch-griechischen Grenze auf und brachten ihn zurück in die DDR. In Schwerin geriet er umgehend in Stasi-Untersuchungshaft.

Die Ermittlungen der Geheimpolizei sind festgehalten in der Operativen Personenkontrollakte „Cousin“. Sie umfassten zum einen zahlreiche Maßnahmen vor der Festnahme, darunter die Postkontrolle und Telefonüberwachung der Verwandtschaft. Beides waren massive Eingriffe in die Persönlichkeitsrechte. Zum anderen gewähren viele darin abgelegte Beschuldigtenbefragungen tiefe Einblicke in den Haftalltag und die Verhörpraxis der Staatssicherheit.

Das Bild eines blaugrauen Aktendeckels. Darauf oben zu sehen ist ein Stempel "OPK", ein großes V, die Registriernummer II 998/88 und das Wort "Cousin". Unten zu sehen sind der Beginn des Vorgangs am 05. September 1988 und die Archivsignatur AOPK 1239/88 Band 1. Außerdem der Stempel "MfS/BV Schwerin, Abt. XII / Archiv.