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Blick in eine geöffnete Beispielakte. Zu sehen ist ein Plan zur Schulung und Überprüfung der Arbeit des HIM „Uwe Fischer“.

Der Archivierte Inoffizielle Mitarbeiter „Uwe Fischer“

Seit 1982 war Bernd Düsterbeck hauptamtlicher Führungs-Inoffizieller-Mitarbeiter (HFIM) bei der Stasi. Seine Aufgabe war es, inoffizielle Mitarbeitende (IM) regelmäßig zu treffen, mit Informationen zu versorgen und bei ihrer Arbeit anzuleiten.
Düsterbeck entschied sich für den Decknamen „Uwe Fischer“. Es folgten diverse Schulungstreffen, die stets in konspirativen Wohnungen stattfanden. Diese Treffberichte sind in zwei Bänden erhalten. 

„Uwe Fischers“ Zielgruppe waren vor allem junge Menschen, die in Subkulturen wie der Punkbewegung aktiv waren. So leitete er etwa den IM „Alu“ an, dessen IM-Vorgang ebenfalls Teil der Beispielaktensammlung ist.

Düsterbecks Aufgaben waren es, ihm untergeordnete IM zu treffen, diese nach Informationen zu befragen und ihnen neue Aufträge zu erteilen. „Uwe Fischer“ musste seinem Vorgesetzten jeden Monat einen ausführlichen Bericht hierüber als Arbeitsnachweis anfertigen.

1987 endete die IM-Laufbahn von „Uwe Fischer“. Er blieb der Stasi jedoch treu und begann seinen Dienst als hauptamtlicher Mitarbeiter in der Bezirksverwaltung Berlin.

Bild eines Aktendeckels. Er ist orange, mittig ist eine große römische eins aufgeklebt. Unten steht mehrfach die Archivsignatur „AIM Nr. 11713/87" und der Stempel „MfS“. Dieselben Informationen finden sich noch einmal auf einem Aufkleber des Bundesarchivs.