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Ein Ausschnitt der Beispielakte. Zu sehen sind vier Passbilder von Markus Wolf aus verschiedenen Jahren.

Die Kaderakte von Markus Wolf

Markus Wolf ist als langjähriger Chef der Auslandsspionage der Stasi eine der bekanntesten Personen der Spionagegeschichte. Der langjährige Chef des DDR-Geheimdienstes war schon zu Lebzeiten von Mythen umgeben. Das reichte zurück bis zu seinem Exil in Moskau während der Zeit des Nationalsozialismus und seiner Laufbahn als Journalist im Nachkriegsdeutschland. So besaßen westliche Geheimdienste bis 1979 fast 30 Jahre lang kein aktuelles Foto von Markus Wolf, was ihm den inoffiziellen Titel „Mann ohne Gesicht“ verschaffte.

Die vorliegende Kaderakte gibt Einblick in die Laufbahn von Markus Wolf. Sie zeigt seinen Weg vom Journalisten aus dem Moskauer Exil über seine Anfänge als Geheimdienstmitarbeiter bis hin zum Eintritt in den Ruhestand im Jahr 1986. Sie zeigt auch, dass er die Ressourcen der Stasi für seine privaten Projekte weiter nutzen konnte.

Gleichzeitig belegt sie, dass auch das Leben des eigenen „Top-Spions“ durch die Stasi ausführlich dokumentiert und durchleuchtet wurde. Seine Verwandten und auch deren Angehörige wurden regelmäßig überprüft.

Weitere Informationen und Beispiele zu hauptamtlichen Mitarbeitenden der Stasi finden Sie in unserer Themenmappe:

Ein rotbrauner Aktendeckel. Oben steht aufgedruckt "Aktenmappe". Der Name Markus Wolf ist auf einige Linie geschrieben. Unten ist ein Aufkleber des Bundesarchivs mit der Aktensignatur MfS, KS, Nr. 60003/90.
Publikation

Hauptamtliche Mitarbeiter

Offiziere und Unteroffiziere der Stasi

Themenmappe 1 zeigt Akten von vier Offizieren des MfS: Ihre Herkunft, ihre Anwerbung, ihre Karrieren und das Ende ihrer Dienste für das MfS werden sichtbar.