Zeit
30. März 2026, 18:00 - 19:30 Uhr
Ort
Stasi-Zentrale. Campus für Demokratie
Normannenstraße 21a
Haus 7
10365 Berlin
Telefon: 030 18665 - 6699
E-Mail: besuch.stasiunterlagenarchiv@bundesarchiv.de
Veranstalter
Bundesarchiv – Stasi-Unterlagen-Archiv Berlin-Lichtenberg
Frankfurter Allee 204
10365 Berlin
Telefon: 030 18665-6699
E-Mail: besuch.stasiunterlagenarchiv@bundesarchiv.de
Der Eintritt ist frei.
In der Beispielaktensammlung des Stasi-Unterlagen-Archivs können Besucherinnen und Besucher der Ausstellung "Einblick ins Geheime" in ungekürzten und originalgetreu reproduzierten Stasi-Akten lesen. Dazu zählt die IM-Akte "Sofie", welche die Stasi im Jahr 1953 zu Dr. Marie Torhorst anlegte.
Die Pädagogin arbeitete zu diesem Zeitpunkt als Abteilungsleiterin im DDR-Volksbildungsministerium und konnte mit über 60 Jahren bereits auf ein bewegtes Leben zurückblicken. Es war geprägt durch die politischen Unruhen und Umbrüche des 20. Jahrhunderts. Im Jahr 1947 hatte sie in Thüringen das Ministerium für Volksbildung übernommen und damit als erste weibliche Ministerin Ostdeutschlands Geschichte geschrieben.
Bis Ende des Jahres 1959 erstattete die überzeugte Sozialistin der DDR-Geheimpolizei regelmäßig Bericht über ihr Kollegium, Freunde und die gesellschaftspolitischen Entwicklungen in der DDR. Auszeichnungen und Präsente dokumentieren, dass die Stasi mit ihrer hochrangigen Informantin bis zu ihrem Ausscheiden aus Altersgründen sehr zufrieden war.
Am 30. März 2026 um 18:00 Uhr spricht Juliane Torhorst über das facettenreiche - und doch in Vergessenheit geratene - Leben ihrer Urgroßtante. Mit dem Stück "Frau Minister" brachte sie es 2023 auf die Bühne. Sie wird dabei auch ihre persönlichen Erfahrungen bei der Arbeit mit den Akten und der Bewertung der Stasi-Mittäterschaft im Familiengedächtnis teilen.
Um 17:00 Uhr findet vor der Veranstaltung eine Expressführung durch die Dauerausstellung mit Blick ins Archiv statt.
Um Anmeldung wird gebeten unter
einblick-ins-geheime@bundesarchiv.de oder telefonisch unter 030 18 665-6699-