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Blick auf die ehemalige Stasi-Zentrale in Berlin-Lichtenberg
Ausstellungseröffnung

Eröffnung der Wanderausstellung „Jugendstrafvollzug in der DDR“

Zeit

11. Dezember 2025, 17:00 - 20:00 Uhr

Ort

Stasi-Zentrale. Campus für Demokratie
Ruschestraße 103
"Haus 22"
10365 Berlin
Telefon: 030 18665 - 6699

Veranstalter

Stasi-Zentrale. Campus für Demokratie
Ruschestraße 103
10365 Berlin
Telefon: 030 18665 - 6699
E-Mail: campus@bundesarchiv.de

Mitveranstalter

Union der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft e.V. (UOKG)
Ruschestr. 103, Haus 1, 6. Etage
10365 Berlin
E-Mail: s.czech@uokg.de

Der Eintritt ist frei.

Die sogenannten „Jugendhäuser“ waren Gefängnisse für Jugendliche, die in der DDR zu Haftstrafen verurteilt wurden. Die Wanderausstellung beleuchtet auf 16 Tafeln sowie anhand originaler Objekte anschaulich und gut verständlich die Realität hinter den Gefängnismauern. Im Mittelpunkt stehen der Haftalltag und die Bedingungen in den Jugendhäusern von Halle, Hohenleuben, Dessau und Torgau.
Die Unterbringung war geprägt von einem strengen Tagesablauf, Zwangsarbeit, militärischem Drill und systematischer Drangsalierung. Gleichzeitig zeigen die Berichte aber auch den Eigensinn und den Widerstandsgeist der jungen Inhaftierten. Machtmissbrauch durch das Aufsichtspersonal sowie eine brutale Häftlingshierarchie unterliefen den offiziell propagierten Erziehungsauftrag massiv.
Zahlreiche Fotos und persönliche Dokumente früherer Häftlinge vermitteln eindrückliche und bewegende Einblicke in das Leben junger Frauen und Männer hinter Stacheldraht und Gefängnismauern.
Die Ausstellung wird am 11. Dezember 2025 um 17:00 Uhr feierlich eröffnet. Nach Grußworten der SED-Opferbeauftragten Evelyn ZupkeAmélie zu Eulenburg (Bundestiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur) und der Vizepräsidentin des Bundesarchiv - Stasi-Unterlagen-Archivs Alexandra Titze sprechen der Historiker und Autor Prof. Dr. Udo Grashoff sowie der Zeitzeuge Ralf Steeg. Steeg, heute Diplomingenieur für Landschaftarchitektur und Umweltplanung, wurde im Alter von 17 Jahren wegen versuchter „Republikflucht“ zu 18 Monaten Haft im „Jugendhaus Halle“ verurteilt. Die traumatischen Erlebnisse ließen ihn nicht los – sie wurden zum Antrieb für sein Engagement in der Aufarbeitung und öffentlichen Auseinandersetzung mit dem Jugendstrafvollzug in der DDR. Auch im Namen jener Mitgefangenen, die aus unterschiedlichen Gründen selbst nicht mehr darüber sprechen können.

Eine Ausstellung des Zeit-Geschichte(n) e.V. Halle in Kooperation mit Gedenkstätte Roter Ochse Halle (Saale), Erinnerungsort Torgau/Thüringer Archiv für Zeitgeschichte „Matthias Domaschk".

Finanziert wurde die Ausstellung von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, den Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur in Sachsen-Anhalt und Thüringen sowie der Stiftung Sächsische Gedenkstätten.
Die Ausstellung kann bis zum 11. Februar 2026 auf dem Campus für Demokratie, "Haus 22" (U-Bahnhof Magdalenenstraße) täglich von 10:0018:00 Uhr kostenfrei besichtigt werden. Der Veranstaltungsort ist nicht barrierefrei.

Eine Anmeldung zur Vernissage per E-Mai an s.czech@uokg.de wird empfohlen.

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