In der Beispielaktensammlung des Stasi-Unterlagen-Archivs können Besucherinnen und Besucher in ungekürzten und originalgetreu reproduzierten Stasi-Akten lesen. Dazu zählt die IM-Akte „Sofie“, welche die Stasi im Jahr 1953 zu Dr. Marie Torhorst anlegte.
Die Pädagogin arbeitete zu diesem Zeitpunkt als Abteilungsleiterin im DDR-Volksbildungsministerium und konnte mit über 60 Jahren auf ein bewegtes Leben zurückblicken. Es war geprägt durch die politischen Unruhen des 20. Jahrhunderts. Im Jahr 1947 hatte sie im Land Thüringen das Ministerium für Volksbildung übernommen und damit als erste weibliche Ministerin Ostdeutschlands Geschichte geschrieben.
Am 30. März 2026 um 18:00 Uhr spricht Juliane Torhorst über das facettenreiche – und doch in Vergessenheit geratene – Leben ihrer Urgroßtante. Mit dem Stück „Frau Minister“ brachte sie es 2023 auf die Bühne. Sie wird dabei auch ihre persönlichen Erfahrungen bei der Arbeit mit den Akten und der Bewertung der Stasi-Mittäterschaft im Familiengedächtnis teilen.
Um 17:00 Uhr findet vor der Veranstaltung eine Expressführung durch die Dauerausstellung „Einblick ins Geheime“ mit Blick ins Archiv statt. Um Anmeldung wird gebeten unter: einblick-ins-geheime@bundesarchiv.de oder telefonisch unter 030 18 665-6699.
Ort und Zeit:
30. März 2026, 18:00 Uhr
Weitere Informationen: https://www.bundesarchiv.de/themen-entdecken/vor-ort-entdecken/veranstaltungen/termin/beispielakten-talk-im-sofie-eine-ehemalige-ministerin-im-dienst-der-stasi-berlin-30-03-2026/
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