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Neue Beispielakte und Sonderführung zum Künstler Dean Reed

Im Juni 1986 wurde der Leichnam des US-amerikanischen Künstlers Dean Reed im Zeuthener See aufgefunden. Die Stasi verschleierte die Todesumstände. Daher gerieten schnell Gerüchte in Umlauf, die erst nach der Friedlichen Revolution und der Öffnung der Akten ausgeräumt werden konnten.

Anlässlich seines 40. Todestages bietet das Stasi-Unterlagen-Archiv am 2. Juni 2026 eine Schwerpunktführung durch die Dauerausstellung „Einblick ins Geheime“ an. Die Gäste gehen gemeinsam mit einer Referentin auf Spurensuche: Wer war Dean Reed und warum war die Stasi an ihm interessiert? Welche Informationen sammelte die DDR-Geheimpolizei über ihn? Wie werden diese Dokumente heute verwahrt und zugänglich gemacht?

Neben einem Blick in einen Originalmagazinraum können die Gäste auch eine neue Beispielakte zum Künstler einsehen. Die Stasi hatte diese in einer Zentralen Materialablage in Potsdam im Jahr 1972 angelegt, nachdem Reed das erste Mal in die DDR eingereist war. Sie enthält u.a. Berichte von verschiedenen inoffiziellen Mitarbeitenden sowie Dokumente zu einem gescheiterten Anwerbungsversuch Reeds als inoffizieller Mitarbeiter im Jahr 1977.

Eine Voranmeldung ist erbeten und möglich unter: Einblick-ins-geheime@bundesarchiv.de oder telefonisch unter 030 18 665-6699.

Die Beispielaktensammlung besteht aus vielen weiteren spannenden und originalgetreuen Aktenreproduktionen. Sie ist Teil der Dauerausstellung „Einblick ins Geheime“ und täglich von 10:00 bis 18:00 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist kostenfrei.