Direkt zum Seiteninhalt springen
Nachricht

Projekttag mit Zeitzeugengespräch in der Stasi-Zentrale  

Am 23. September besuchte eine Gruppe der Kantonsschule Wettingen aus der Schweiz das Stasi-Unterlagen-Archiv. Neben Führungen durch die Ausstellung „Einblick ins Geheime“, einem Blick in das Archiv und der Arbeit mit Quellenauszügen lernten die Jugendlichen den Zeitzeugen Marcus Hugk kennen.

Marcus Hugk, in der DDR aufgewachsen und im Jahr 1984 als 15-Jähriger aus der DDR nach West-Berlin ausgereist, hielt von dort weiterhin Kontakt zu seinen Freunden aus der Punkszene in Ost-Berlin. Mit deren Unterstützung erstellte er – über die Berliner Mauer hinweg – ein sogenanntes Fanzine, eine selbstgemachte Zeitung über die Punkmusik der DDR. Infolgedessen wurde Hugk intensiv von der Stasi überwacht. 1986 legte die DDR-Geheimpolizei zu ihm den Operativen Vorgang „Fanzine“ an.

Das Gespräch mit Marcus Hugk nutzten die Jugendlichen für Fragen zu seinen persönlichen Erlebnissen mit der Stasi und den Auswirkungen der Überwachung auf das Leben des jungen Punks. Von großem Interesse waren auch der Blick des heute Erwachsenen auf die damaligen Geschehnisse und die Frage, wie diese sein weiteres Leben beeinflusst haben.

Eine originalgetreue Reproduktion des Vorgangs OV „Fanzine“ können Besucherinnen und Besucher täglich in der Beispielaktensammlung der Ausstellung „Einblick ins Geheime“ einsehen. https://www.einblick-ins-geheime.de/de/beispielakten/beispielakten-zu-betroffenen/bv-berlin-aop-nr-2002-88-fanzine/#c63682

Darüber hinaus hat das Bildungsreferat des Bundesarchivs Auszüge dieser Akte in dem 11. Heft der Reihe „Quellen für die Schule“ publiziert: https://www.bundesarchiv.de/publikationen/publikation/quellen-fuer-die-schule-11-ov-fanzine/