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Zeitzeugenführung und Gespräch

Was bedeutete es konkret, wenn die Stasi in das eigene Leben eingriff? Wie fühlte es sich an, täglich von einem Stasi-Offizier vernommen zu werden? Welche Hoffnungen lösten Mauerfall und Deutsche Einheit für ehemals politisch Inhaftierte aus? Diese und weitere Fragen beantwortete der Zeitzeuge Gilbert Furian am 27. April 2026 im Rahmen einer Veranstaltung für Nachwuchskräfte der Bundesverwaltung.

Zu Beginn führte Furian die Gäste durch die „Begehbare Akte“ in der Dauerausstellung „Einblick ins Geheime“. Dort entfaltet sich ein Teil seiner Lebensgeschichte – rekonstruiert aus Stasi-Dokumenten. Dieser bürokratischen Perspektive stellte er seine persönlichen Erinnerungen an Stasi-Haft und Aktenöffnung gegenüber. Im Anschluss entwickelte sich ein reges Gespräch mit Furian und den Besuchenden über Transformationserfahrungen, bedrohte Freiheitsrechte und Möglichkeiten der Versöhnung. Dabei wurde spürbar,  wie aktuell seine Lebensgeschichte und Botschaften bleiben.

Weitere Informationen zur Biographie von Gilbert Furian finden Sie täglich zwischen 10:00 und 18:00 Uhr in der Beispielaktensammlung des Stasi-Unterlagen-Archivs und in der Publikation „Blick in einen Zerrspiegel“. Diese können Sie hier kostenfrei bestellen oder als PDF herunterladen.